Bei Mayerhofen wurde im Jahr 1850 ein Schwert gefunden. Der königliche Landgerichtsactuar Georg Wiesend in Tittmoning, beschreibt in seinem Bericht den archäologischen Fund. Er wurde im Oberbayerischen Archiv für vaterländische Geschichte veröffentlicht. Das Schwert ist leider verschollen.
Zeitliche und sonstige Interpretationen sind im Rahmen des damaligen Wissenstandes einzuordnen.
Fundbericht.
Außerhalb dem Weiler Maierhofen, nahe bei Ramsdorf, wovon weiter unten abgehandelt wird, wurde im vorigen Jahre ein alter, längst abgestorbener Birnbaum umgehauen, und beim Ausgraben des Stockes unter den Wurzeln ein paar Schuh tief eine kurze dolchartige Waffe von Eisen, ähnlich dem Schwerte, welches bei Ollerting entdeckt wurde, gefunden.
Die Länge des Griffes beträgt 5 Zoll, die der Klinge 1 Schuh. Letztere läuft spitzig zu, und ist einschneidig mit einem 4 Linien breiten Rücken am Griffe.
Auch hier hat der Griff, wie bei dem Schwerte zu Ollerting, an der rechten Seite eine Höhlung mit zwei Löchern zur Befestigung eines Griffes von Holz oder Bein durch Nägel.
Dieses Instrument wiegt, obwohl das Eisen ziemlich verrostet ist, nahe an 1 Pfund.
Es dürfte daher kaum als eine mittelalterliche Waffe betrachtet werden, denn zu einem Dolch oder sonstiger damals üblichen Stoßwaffe ist es offenbar viel zu plumb und breit, zu einem Jagdmesser aber deshalb, weil es einschneidig ist, nicht recht geeignet, und daher bringt sich die Meinung auf, dass es einer viel früheren Zeit angehörte.
Quelle: Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte. Band 11, 1849/51
Liebe Heimatfreunde
Hier entsteht eine umfangreiche heimatkundlicher Sammlung geschichtlicher oder heimatkundlicher Ereignisse. Vieles davon ist schon aufgeschrieben oder erforscht worden, das Allermeiste liegt jedoch noch verborgen in Archiven oder sind in alten Büchern niedergeschrieben worden. Da für unsere ehemalige Gemeinde kein Heimatbuch vorhanden ist, wird das meiste Wissen mündlich von Generation zu Generation weitergegeben.

Das Auer-Haus
Die Ortschaft Kay bestand früher im Wesentlichen aus der Kirche St. Martin, den großen Vierseit-Höfen, der Schmiede und etwas abgelegen dem Pfarrdorf. Neben einigen Zuhäusern kamen später dann das Schulhaus, der Wirt (heute Stockhammer) und weitere kleine Anwesen. Südwestlich der Schreinerei Bleibinger wurden dann in den 20iger Jahren verschiedene kleine Häuschen errichtet. Erst nach dem 2. Weltkrieg kamen die nördlich der Ortschaft gelegenen Siedlungen hinzu. Eines der kleinen Häuschen war das Auer-Haus in der St.-Ulrich-Str. 15.

Die Schule in Kay von 1900 bis 1978
Die Schule wird jetzt Volkshauptschule genannt. Bereits 1902 musste die Schule in Kay erneut um einen neuen Schulsaal und eine Hilfslehrerwohnung erweitert werden. Die Baukosten summierten sich auf insgesamt 17.000 Mark. Ein 8. Schuljahr in den bayerischen Volksschulen wurde jetzt v.a. in den Großstädten eingeführt. Eine Pflicht hierzu bestand jedoch nicht, man überlies dies den einzelnen Gemeinden. In der Gemeinde Kay galten weiterhin nur 7 Pflichtschuljahre (bis 1938).
Im Jahr 1908 wird erstmalig auch eine weibliche Lehrerin genannt - die Aushilfslehrerin Fräulein Marie Roiger (Schuldienstexspektantin) aus Windorf bei Vilshofen. Sie wird von München nach Kay versetzt.

Die Schule in Kay bis 1900
Bereits seit dem Mittelalter gehörte die Bildung der Jugend zu den zentralen Aufgaben kirchlicher Einrichtungen (1). In der Stadt Salzburg bestand seit der Zeit Ruperts eine Klosterschule, später kam eine Domschule hinzu. Mit der Zeit entstanden in den Städten und Klöstern des Landes weitere Schulen, in denen sowohl auf Latein als auch auf Deutsch unterrichtet wurde (2).
Lateinschulen wurden bereits 1525 in der Salzburger Landesordnung gefordert. Für die ländliche Bevölkerung gewann das Schulwesen jedoch erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts an Bedeutung. Einen wichtigen Impuls gaben die Reformen und Beschlüsse der Salzburger Provinzialsynode im Jahr 1569, deren Umsetzung allerdings nur schleppend vorankam.

Kay – Wie alles begann!
War es ein Ritter der sich in Kay niederlies?
Die Besiedlung des Gebietes rund um Kay und Tittmoning reicht schon früh zurück. Die ersten Erwähnungen finden sich in den Traditionsbüchern (Urbare) der Klöster Baumburg und Raitenhaslach.
Lehrer und Lehrerinnen
An der ehemaligen Schule in Kay waren viele Lehrer seit ihrer Gründung 1721 beschäftigt. Beigefügte Tabelle ist sicherlich noch nicht vollständig. Falls Sie weitere Lehrer kennen, bitte informieren Sie uns darüber. Danke
Schulleiter in Kay
Die Schule besteht gesichert seit 1721. Als der Schulunterricht begann, war ein Lehrer an der ehemaligen Schule in Kay tätig. Nachfolgend sind alle Schulleiter bis zur Auflösung der Schule im Jahr 1978/79 aufgelistet.

Die Furthmühl(e)
Das kleine Anwesen zwischen Salling und Kay hat vermutlich eine sehr lange Geschichte. Nach dem Urbar der Zisterzienserabtei Raitenhaslach bestand eine Grundherrschaft über die Mühle bereits im Jahr 1334 (1). Die Besitzungen wurden vom klösterlichen Amt in Mayerhofen verwaltet. Von wem das Kloster den Besitz erhalten hat, ist nicht vermerkt.

Römischer Grabstein in Friedhofsmauer
Im Jahr 1915 wurde in der Friedhofmauer von Kay ein römischer Grabaltar entdeckt. Er besteht aus hellbraunem Kalkstein vom Untersberg. Das obere aufgefundene Fragment hat eine Höhe von 71cm, eine Gesimsauslage von 64cm und eine Tiefe von 44cm. Er ist aktuell im Museum in Tittmoning aufbewahrt.

Der Brandlhof in Ramsdorf
Der Brandlhof besteht nachweisbar schon seit Beginn des 17. Jahrhunderts, wahrscheinlich ist er aber schon wesentlich älter. Aufgrund seines historischen Aufbaus wurde das Wohngebäude Mitte der 70iger Jahre abgetragen und beim Freilichtmuseum Glentleiten eingelagert. Dadurch gibt es für den alten Hof eine wissenschaftliche Dokumentation über den Aufbau und ältere Bilder, die vom Besitzer Johann Gierlinger bereitgestellt wurden. Ein Wiederaufbau des Wohnhauses auf der Glentleiten ist derzeit noch nicht geplant.
Der Hausname geht auf den Besitzer Michael Brandl zurück, der seit 1612 den Hof bewirtschaftete.

Huberbauer-Kapelle in Kay
Am westlichen Ortseingang der Ortschaft Kay, wenn man von Salling, den Schusterberg hinauf nach Kay fährt, steht eine kleine Wegkapelle (St.-Ulrich-Straße). Sie wurde vom Georg Huber in Kay errichtet. Von 1780 bis 1825 bewirtschaftete er den Huberhof in Kay (heute Weber). Sein Elternhaus war beim Bruckner in Salling.

Das Schneiderhäusl in Kay
Das Schneiderhäusel hat seinen Namen von Schneidermeister Joseph Amann, der das Gütl im Jahr 1876 kaufte und dort eine Schneiderei einrichtete. Schon seine Vorfahren betrieben das Schneiderhandwerk. Der älteste bekannte Vorfahre ist Phillip Bramel (Prambl) aus Tyrlaching (1). Sein Sohn Bartholomeus Bramel war ebenfalls Schneidermeister, er heiratet 1759 Maria Hofbauer. Ihre Eltern waren Andreas Hofbauer und Magdalena Hofbauer aus Asten (Urbatschgütl)(5). Gemäß dem Taufbucheintrag ihres Sohns Simon Bramel (2) waren sie in Kay ansässig.
Simon Bramel (Prambl, *1762) erlernte ebenfalls das Schneiderhandwerk und verheiratete sich 1785 mit Elisabeth Schweiger aus Tettenhausen, die aber schon im Jahr 1788 verstarb. Simon Bramel, der in Salling wohnte und wohl auch eine Werktstatt dort hatte, heiratete dann im Jahr 1790 die Zimmermannstochter Elisabeth Feichtner aus Tittmoning. Ihre Tochter Theres Bramel verehelichte sich 1831 mit dem Schneidermeistersohn Pankraz Baderhuber (*1800) aus Tyrlaching. Pankratz Baderhuber war viele Jahre Hochzeitslader (Progader) und Bruderschaftsdiener in Kay und bei den hiesigen Einwohnern sehr angesehen.

