War es ein Ritter der sich in Kay niederlies?
Die Besiedlung des Gebietes rund um Kay und Tittmoning reicht schon früh zurück. Die ersten Erwähnungen finden sich in den Traditionsbüchern (Urbare) der Klöster Baumburg und Raitenhaslach.


War es ein Ritter der sich in Kay niederlies?
Die Besiedlung des Gebietes rund um Kay und Tittmoning reicht schon früh zurück. Die ersten Erwähnungen finden sich in den Traditionsbüchern (Urbare) der Klöster Baumburg und Raitenhaslach.
Hier entsteht eine umfangreiche heimatkundlicher Sammlung geschichtlicher oder heimatkundlicher Ereignisse. Vieles davon ist schon aufgeschrieben oder erforscht worden, das Allermeiste liegt jedoch noch verborgen in Archiven oder sind in alten Büchern niedergeschrieben worden. Da für unsere ehemalige Gemeinde kein Heimatbuch vorhanden ist, wird das meiste Wissen mündlich von Generation zu Generation weitergegeben.

Die römische Herrschaft in Bayern begann im Jahr 15 v. Chr. mit einem Feldzug gegen die keltischen Stämme Rätiens westlich des Inns. Das östlich davon gelegene Königreich Noricum wurde nach bisherigem Kenntnisstand weitgehend friedlich in das Römische Reich eingegliedert. Die keltische Bevölkerung Noricums unterhielt bereits zuvor einen regen wirtschaftlichen Austausch mit den Römern. Das Verhältnis zwischen beiden Seiten gilt daher als vergleichsweise freundschaftlich. Lediglich der keltische Stamm der Ambisonten, der im Pinzgau lebte, leistete zunächst Widerstand.
Die Verstorbenen wurden von den Römern meist etwas abseits der Gutshöfe bestattet. So nutzten sie auch den Exenberg als Begräbnisplatz. Dort entstand eine sogenannte Grabhügelnekropole. Am südlichen Ausläufer des Hügels befindet sich eine Gruppe kleiner Grabhügel mit Durchmessern von 3 bis 12 Metern und einer Höhe von etwa 0,5 Metern. Auf einer Hügelterrasse liegen drei, auf einer zweiten Verebnung weitere 16 Grabhügel.

Im Jahr 1915 wurde in der Friedhofmauer von Kay ein römischer Grabaltar entdeckt. Er besteht aus hellbraunem Kalkstein vom Untersberg. Das obere aufgefundene Fragment hat eine Höhe von 71cm, eine Gesimsauslage von 64cm und eine Tiefe von 44cm. Er ist aktuell im Museum in Tittmoning aufbewahrt.

Die frühesten schriftlichen Nachweise für das Dorf Kay finden sich in den Traditionsbüchern und Urkunden des Klosters Baumburg und Raitenhaslach. Kay bildet mit seiner St. Martins Kirche und dem nahe gelegenen Pfarrhof den Mittelpunkt der Pfarrei Kay. Erst 1818 unter dem Bayerischen König Max I. wurde die Gemeinde Kay gegründet.

Bereits seit dem Mittelalter gehörte die Bildung der Jugend zu den zentralen Aufgaben kirchlicher Einrichtungen (1). In der Stadt Salzburg bestand seit der Zeit Ruperts eine Klosterschule, später kam eine Domschule hinzu. Mit der Zeit entstanden in den Städten und Klöstern des Landes weitere Schulen, in denen sowohl auf Latein als auch auf Deutsch unterrichtet wurde (2).
Lateinschulen wurden bereits 1525 in der Salzburger Landesordnung gefordert. Für die ländliche Bevölkerung gewann das Schulwesen jedoch erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts an Bedeutung. Einen wichtigen Impuls gaben die Reformen und Beschlüsse der Salzburger Provinzialsynode im Jahr 1569, deren Umsetzung allerdings nur schleppend vorankam.

Die Schule wird jetzt Volkshauptschule genannt. Bereits 1902 musste die Schule in Kay erneut um einen neuen Schulsaal und eine Hilfslehrerwohnung erweitert werden. Die Baukosten summierten sich auf insgesamt 17.000 Mark. Ein 8. Schuljahr in den bayerischen Volksschulen wurde jetzt v.a. in den Großstädten eingeführt. Eine Pflicht hierzu bestand jedoch nicht, man überlies dies den einzelnen Gemeinden. In der Gemeinde Kay galten weiterhin nur 7 Pflichtschuljahre (bis 1938).
Im Jahr 1908 wird erstmalig auch eine weibliche Lehrerin genannt - die Aushilfslehrerin Fräulein Marie Roiger (Schuldienstexspektantin) aus Windorf bei Vilshofen. Sie wird von München nach Kay versetzt.
Die Schule besteht gesichert seit 1721. Als der Schulunterricht begann, war ein Lehrer an der ehemaligen Schule in Kay tätig. Nachfolgend sind alle Schulleiter bis zur Auflösung der Schule im Jahr 1978/79 aufgelistet.
An der ehemaligen Schule in Kay waren viele Lehrer seit ihrer Gründung 1721 beschäftigt. Beigefügte Tabelle ist sicherlich noch nicht vollständig. Falls Sie weitere Lehrer kennen, bitte informieren Sie uns darüber. Danke

Der Brandlhof besteht nachweisbar schon seit Beginn des 17. Jahrhunderts, wahrscheinlich ist er aber schon wesentlich älter. Aufgrund seines historischen Aufbaus wurde das Wohngebäude Mitte der 70iger Jahre abgetragen und beim Freilichtmuseum Glentleiten eingelagert. Dadurch gibt es für den alten Hof eine wissenschaftliche Dokumentation über den Aufbau und ältere Bilder, die vom Besitzer Johann Gierlinger bereitgestellt wurden. Ein Wiederaufbau des Wohnhauses auf der Glentleiten ist derzeit noch nicht geplant.
Der Hausname geht auf den Besitzer Michael Brandl zurück, der seit 1612 den Hof bewirtschaftete.
Das sonst so ruhige Pfarrdorf Kay ist sei Beginn der Tauernbahnbaues der Schauplatz roher Gewalttätigkeiten. Am Samstag nachmittags wurde dort, wie bereits kurz gemeldet, eine förmliche Schlacht geliefert, bei der ca. 20 Mann teils schwer, teils leichter verletzt das Schlachtfeld bedeckten.

Die Ortschaft Kay bestand früher im Wesentlichen aus der Kirche St. Martin, den großen Vierseit-Höfen, der Schmiede und etwas abgelegen dem Pfarrdorf. Neben einigen Zuhäusern kamen später dann das Schulhaus, der Wirt (heute Stockhammer) und weitere kleine Anwesen. Südwestlich der Schreinerei Bleibinger wurden dann in den 20iger Jahren verschiedene kleine Häuschen errichtet. Erst nach dem 2. Weltkrieg kamen die nördlich der Ortschaft gelegenen Siedlungen hinzu. Eines der kleinen Häuschen war das Auer-Haus in der St.-Ulrich-Str. 15.

Das kleine Anwesen zwischen Salling und Kay hat vermutlich eine sehr lange Geschichte. Nach dem Urbar der Zisterzienserabtei Raitenhaslach bestand eine Grundherrschaft über die Mühle bereits im Jahr 1334 (1). Die Besitzungen wurden vom klösterlichen Amt in Mayerhofen verwaltet. Von wem das Kloster den Besitz erhalten hat, ist nicht vermerkt.

Auslöser für das Interesse an der Zeit, in der sich französische Truppen in unserer Gegend aufhielten, war eine Legende, dass im Wald bei Enichham drei französische Soldaten aus der Zeit der Napoleonischen Kriege dort begraben sein sollen.
Im Jahr 1800 verblieb Österreich als einziger Gegner Frankreichs auf dem europäischen Festland, gegen den Napoleon nach seiner Ägyptischen Expedition Krieg führte. Napoleon konnte die Österreicher in Oberitalien entscheidend schlagen, währenddessen die französische Rheinarmee in Süddeutschland gegen das letzte operative Heer des Kaisers vorging. Am 01. Dezember 1800 kam es zur Schlacht bei Ampfing. Der kommandierende französische General Moreau agierte geschickt, indem er seine Truppen zunächst nach Haag zurücknahm und die Truppenaufstellung umgruppierte. Dadurch kam man im Österreichischen Hauptquartier zu der Fehleinschätzung, dass der Weg für die kaiserlichen Truppen nach München frei sei. Es kam jedoch anders.
Kay/ Hausmoning – Zeitungsanzeige von 1905Grosse Wasserkraft, 30 Pferdekräfte, geeignet zu einer industriellen Anlage, in holzreicher Gegend – eisfreies Flußwasser mit gleichmäßigem Wasserstand – nur 10 Minuten vom Bahnhof an der Linie der zukünftigen Tauernbahn, samt Bauplatz billigst zu verkaufen. Anfragen zu richten an Hilarius Miesenböck, Oekonom in Hausmoning, Post Tittmoning, Oberbayern.
Kay/ Alterfing – Zeitungsbericht im Rosenheimer Anzeiger von 1912 (Original)Tittmoning, 2. Okt. – Am Montag wurde das Raschbaueranwesen, Besitzer Joh. Kellner, in Alterfing, Gd. Kay, vollständig eingeäschert. Infolge des Nebels wurde das Feuer nicht sofort gesehen. Die Hausbewohner bemerkten nichts und mußten erst geweckt werden. Das Vieh konnte bis ein Schwein gerettet werden, ebenso auch ein Teil des Mobiliars. Der...
Kay – Zeitungsbericht im Altöttinger Liebfrauenbote vom 2/1896 (Original)Tittmoning – In Kai, woselbst am Montag den 23. v. Mts. eine Hochzeit gefeiert wurde, und daselbst beim dortigen Wirte mehrere Pferde im Stalle eingestellt waren, wurde dem Taglöhner Wiese beim Abschirren eine Pferdes von einem danebenstehenden Pferde die Wange weggebissen, so daß der ganze Kiefer bloslag.
Kay. Zeitungsbericht von 1889 (Original)Tittmoning – Der Bauer vom Mayrhof, Gemeinde Kay erlitt einen bedauerlichen Unfall beim Stockschießen. Er wollte, da der Schuß lange nicht los ging, nachsehen, aber im selben Augenblick ging ihm die Landung ins Gesicht, so daß die Gefahr für sein Augenlicht besteht. Ebenso wurden ihm durch einen Holzkeil die beiden Knie zerschlagen.
Kay/ Lanzing – Zeitungsbericht von 1895 (Original)Traunstein, 13. Aug. – Gestern Nachts brannte das große Anwesen des Maierbauern in Lanzing, Gemeinde Kay, bis auf einen kleinen Theil des Hauses nieder. Das Feuer kam im hinteren Theil des Stalles aus und verbreitete sich so rasch, daß sämtliche Schafe mit verbrannten. Man vermuthet ruchlose Brandstiftung. Es ist dieses Anwesen das größte der...
Kay/ Ramsdorf - Bekanntmachung in der Augsburger Abendzeitung, 1876 (Original)
Bekanntmachung. Auf Betreiben des Unterfertigten werden nachbezeichnete Immobilien der Bäckersehefrau Theresia Argstatter von Ramsdorf, als:
Bekanntmachung 4978 - Dem Unterzeichneten k. Notar ist in der Verlassenschaft des verlegten Pfarrers, Herrn Bernardin Braun von Kay, Landgericht Tittmoning, die Versteigerung des Mobiliarnachlasses deselben übertragen und wird zu ihrer Vornahme hiermit auf Montag den 16. November und Dienstag den 17. November h. Js. und wenn nöthig, auch des folgenden Tag, jedesmal von Morgens 9 Uhr an im Pfarrhofe zu Kay Termin angesetzt.
Kay/ Holzschnell – Zeitungsanzeige von 1875 (Original)Der Unterzeichnete ist gesonnen, Familienverhältnisse wegen sein Anwesen aus freier Hand zu verkaufen. Dasselbe besteht aus Wohnhaus mit Kuhstall und schönem Keller, nebst ½ Tagwerk Grasboden und 1 Tagwerk mit Weizen und Klee angebautes Ackerfeld. Kaufpreis 1500 fl (=Gulden)Joh. Kettenberger, In Holzschnell, Gemeinde Kay, Post Tittmoning
Kay/ Zeitungsmeldung vom Rosenheimer Anzeiger, 1877
Rosenheim, 23. Nov: Am 16. Nov. Entstand beim Herzogbauer zu Kay bei Tittmoning ein Brand in Folge Heißwerdens der Dreschmaschine. Schnell stand der ganze Stadel in Flammen.
Martin Prams, Bischofbauerssohn von Meggenthal, geboren am 12. November 1787, wird seit dem russischen Feldzug vermisst. Für denselben ist auf dem Bischofgütl des Johann Huber in Meggenthaal ein Elterngut von 110 Gulden hypothekarisch versichert.

er jetzige Kirchenbau in Lanzing begann vermutlich schon ab Ende des 15. Jahrhunderts. Die Weihe der Kirche und dreier Altäre erfolgte dann im Jahr 1518 durch den Bischof von Chiemsee. Die Innenausstattung der Kirche hat sich vermutlich noch länger hingezögert.