Die römische Herrschaft in Bayern begann im Jahr 15 v. Chr. mit einem Feldzug gegen die keltischen Stämme Rätiens westlich des Inns. Das östlich davon gelegene Königreich Noricum wurde nach bisherigem Kenntnisstand weitgehend friedlich in das Römische Reich eingegliedert. Die keltische Bevölkerung Noricums unterhielt bereits zuvor einen regen wirtschaftlichen Austausch mit den Römern. Das Verhältnis zwischen beiden Seiten gilt daher als vergleichsweise freundschaftlich. Lediglich der keltische Stamm der Ambisonten, der im Pinzgau lebte, leistete zunächst Widerstand.
Kategorie: Römerzeit
Der Römische Friedhof am Exenberg
Die Verstorbenen wurden von den Römern meist etwas abseits der Gutshöfe bestattet. So nutzten sie auch den Exenberg als Begräbnisplatz. Dort entstand eine sogenannte Grabhügelnekropole. Am südlichen Ausläufer des Hügels befindet sich eine Gruppe kleiner Grabhügel mit Durchmessern von 3 bis 12 Metern und einer Höhe von etwa 0,5 Metern. Auf einer Hügelterrasse liegen drei, auf einer zweiten Verebnung weitere 16 Grabhügel.
Römischer Grabstein in Friedhofsmauer
Im Jahr 1915 wurde in der Friedhofmauer von Kay ein römischer Grabaltar entdeckt. Er besteht aus hellbraunem Kalkstein vom Untersberg. Das obere aufgefundene Fragment hat eine Höhe von 71cm, eine Gesimsauslage von 64cm und eine Tiefe von 44cm. Er ist aktuell im Museum in Tittmoning aufbewahrt.
Die Römische Goldmünze von Lindach
Auf dem Weg von Lanzing nach Bergham befindet sich kurz nach dem Rauschwirt auf der linken Seite die Einöde Lindach. Dort wurde 1846 in einem Feld - der genaue Fundort ist nicht bekannt - eine römische Goldmünze gefunden.
Römischer Gutshof in Ramsdorf
Georg Wiesen hat die Entdeckung der Villa rustica bei Ramsdorf dokumentiert und im oberbayerischen Archiv für vaterländischen Geschichte im Jahre 1851 veröffentlicht.
Zeitliche und sonstige Interpretationen sind im Rahmen des damaligen Wissenstandes einzuordnen.
Erläuterungen:
In Ramsdorf, in der Nähe von Kay, befand sich ein römischer Gutshof. Der genaue Ort ist heute nicht mehr genau lokalisierbar. Er könnte sich dort befunden haben, wo sich früher die Deponie befunden hat, südöstlich vom „Muhrhof“ (Lechner Josef). Genauere Erkenntnisse darüber sind dem Fundbericht von Georg Wiesend zu verdanken, den er im Oberbayerischen Archiv für vaterländische Geschichte veröffentlichte.

