War es ein Ritter der sich in Kay niederlies?
Die Besiedlung des Gebietes rund um Kay und Tittmoning reicht schon früh zurück. Die ersten Erwähnungen finden sich in den Traditionsbüchern (Urbare) der Klöster Baumburg und Raitenhaslach.
Kategorie: Ortschaften
Ortschaft Kay
Die frühesten schriftlichen Nachweise für das Dorf Kay finden sich in den Traditionsbüchern und Urkunden des Klosters Baumburg und Raitenhaslach. Kay bildet mit seiner St. Martins Kirche und dem nahe gelegenen Pfarrhof den Mittelpunkt der Pfarrei Kay. Erst 1818 unter dem Bayerischen König Max I. wurde die Gemeinde Kay gegründet.
Das Auer-Haus
Die Ortschaft Kay bestand früher im Wesentlichen aus der Kirche St. Martin, den großen Vierseit-Höfen, der Schmiede und etwas abgelegen dem Pfarrdorf. Neben einigen Zuhäusern kamen später dann das Schulhaus, der Wirt (heute Stockhammer) und weitere kleine Anwesen. Südwestlich der Schreinerei Bleibinger wurden dann in den 20iger Jahren verschiedene kleine Häuschen errichtet. Erst nach dem 2. Weltkrieg kamen die nördlich der Ortschaft gelegenen Siedlungen hinzu. Eines der kleinen Häuschen war das Auer-Haus in der St.-Ulrich-Str. 15.
Die Furthmühl(e)
Das kleine Anwesen zwischen Salling und Kay hat vermutlich eine sehr lange Geschichte. Nach dem Urbar der Zisterzienserabtei Raitenhaslach bestand eine Grundherrschaft über die Mühle bereits im Jahr 1334 (1). Die Besitzungen wurden vom klösterlichen Amt in Mayerhofen verwaltet. Von wem das Kloster den Besitz erhalten hat, ist nicht vermerkt.
Die Lanzinger Kirche St. Peter und Paul
er jetzige Kirchenbau in Lanzing begann vermutlich schon ab Ende des 15. Jahrhunderts. Die Weihe der Kirche und dreier Altäre erfolgte dann im Jahr 1518 durch den Bischof von Chiemsee. Die Innenausstattung der Kirche hat sich vermutlich noch länger hingezögert.
Das Schneiderhäusl in Kay
Das Schneiderhäusel hat seinen Namen von Schneidermeister Joseph Amann, der das Gütl im Jahr 1876 kaufte und dort eine Schneiderei einrichtete. Schon seine Vorfahren betrieben das Schneiderhandwerk. Der älteste bekannte Vorfahre ist Phillip Bramel (Prambl) aus Tyrlaching (1). Sein Sohn Bartholomeus Bramel war ebenfalls Schneidermeister, er heiratet 1759 Maria Hofbauer. Ihre Eltern waren Andreas Hofbauer und Magdalena Hofbauer aus Asten (Urbatschgütl)(5). Gemäß dem Taufbucheintrag ihres Sohns Simon Bramel (2) waren sie in Kay ansässig.
Simon Bramel (Prambl, *1762) erlernte ebenfalls das Schneiderhandwerk und verheiratete sich 1785 mit Elisabeth Schweiger aus Tettenhausen, die aber schon im Jahr 1788 verstarb. Simon Bramel, der in Salling wohnte und wohl auch eine Werktstatt dort hatte, heiratete dann im Jahr 1790 die Zimmermannstochter Elisabeth Feichtner aus Tittmoning. Ihre Tochter Theres Bramel verehelichte sich 1831 mit dem Schneidermeistersohn Pankraz Baderhuber (*1800) aus Tyrlaching. Pankratz Baderhuber war viele Jahre Hochzeitslader (Progader) und Bruderschaftsdiener in Kay und bei den hiesigen Einwohnern sehr angesehen.
Das Marterl am Schusterberg
Der Bildstock am Schusterberg in Kay ist eines der ältesten Kulturdenkmäler von Kay. Es steht unmittelbar an der St.-Ulrich-Str. am oberen Ende des Hohlweges von Kay nach Salling. Der Straßenname erinnert an die Filialkirche St. Ulrich von Salling, die wegen Baufälligkeit im Jahr 1788 abgerissen wurde. Das Marterl ist aus Nagelfluh gehauen und ca. 1,7 m hoch. Auf der Ostseite ist die Jahreszahl 1687 eingemeißelt. Sie war 1982 noch gut lesbar, ist aber aufgrund der starken Witterungseinflüsse kaum mehr erkennbar.
Warum heißt der Schusterberg in Kay Schusterberg
Der Name Schusterberg ist vermutlich mit der Geschichte des Hauses in der St.-Ulrich-Str. 4 eng verknüpft. Es liegt etwa 150 m außerhalb des Dorfes und ist über einen Feldweg parallel zur Straße (Hohlweg) nach Salling zu erreichen. Das Haus war früher als Schusterhäusl bekannt, weil der Bauherr, Matthäus Blüml dort seine Schusterwerkstatt hatte. Er wurde 1901 als Sohn des Gütlers Johann Blüml und seiner Frau Theres, geb. Konrad, Gütlerstochter aus Mühlham, Wohnort Ausang N. 22 ¼ geboren. Er heiratete 1926 Martha Spiegelsberger aus Unterschnitzing, starb aber schon 1935 oder 1936. Martha heiratet in zweiter Ehe Georg Tischler aus Kay, der ebenfalls von Beruf Schuster war und dort jahrelang wohnte.
Meggenthal
Im Salzburger Urkundenbuch erscheint der Ort erstmals im Jahr 963. Es wird dort als Mechintal bezeichnet. Die Ortsbezeichnung leitet sich von dem Personennamen Macho und dem Grundwort Tal ab. Die Gegend war aber sicherlich schon vorher besiedelt.
Erzbischof Friedrich I. (958-991) von Salzburg tauschte im Jahr 963 Güter in Hausmoning (bei Kay) gegen Grundbesitz in Meggenthal.
Der Panzerstecher bei Murschall
Ein Bauer aus Murschall (bei Lanzing) hat um 1830 ein Schwert gefunden. Die Beschreibung wurde von Grenzkontrolleur Christoph Sedelmaier im oberbayerischen Archiv für vaterländische Geschichte veröffentlicht.
Fundbericht von Sedelmaier (1830)
Murschall, Weiler im königl. Landgerichte Tittmanning, zur Pfarrei Kay und Filial Lanzing gehörend, eine Stunde von Tittmanning entfernt. Hier fand der Bauer Huber von Murschall vor mehreren Jahren auf seinem Grunde und Boden eine lange, spitze Stoßwaffe aus dem Ende des Mittelalters. Sie ist drei Fuß 11 Zoll lang; davon hat der Griff nur 4 1/2 Zoll , die Klinge aber 3 Schuh 6 1/2 Zoll Länge. Die den Griff von der Klinge trennende Spange ist auf einer Seite um wenigstens 1/2 Zoll länger, als auf der anderen. Der Griff ist mit Messingdraht umwunden und hat statt des Knauf ebenfalls eine Spange, wahrscheinlich um fester in der Hand zu liegen.
Gemeindegründung von Kay
Menschliches Gerippe bei Lanzing
Im Jahre 1837 fand der Grenz-Oberkontrolleur Christoph Sedelmaier aus Tittmoning bei Lanzing ein menschliches Skelett. Der Fundbericht wurde im oberbayerischen Archiv für vaterländische Geschichte veröffentlicht.
Fundbericht:
Lanzing, Kirchdorf, eine Poststunde von Titmaning, auf der Vicinalstraße nach Trostberg gelegen. Hier wurde den 8. Juni 1837 auf dem Berge, über welchen sich die Straße nach Trostberg zieht, hart an dieser, in meinem Beiseyn unter einem alten, tierverwurzelten Tannenbaum ein menschliches Gerippe von ziemlicher Größe ausgegraben
Ein Schwertfund bei Ollerding
In der Nähe von Ollerding wurde im Jahr 1850 ein Schwert ausgegraben. Der Bayerische Landgerichtsactuar Georg Wiesend in Tittmoning, beschreibt in seinem Bericht den Fund. Er wurde im Oberbayerischen Archiv für vaterländische Geschichte veröffentlicht.
Archäologische Funde in Hausmoning
In Hausmoning wurden um 1831 in einer Kiesgrube ein Schwert und ein Helm gefunden. Der "Gränz-Obercontroleur" Christoph Sedelmaier berichtete darüber. Der Beitrag ist im oberbayerischen Archiv für vaterländische Geschichte veröffentlicht.
Fundbericht:
Hausmanning (Anm. Hausmoning), Dorf mit 8 Häusern und 58 Seelen, 1 Stunde von Titmaning, zur Pfarrei Kay gehörig und 1/4 Stunde von diesem Pfarrdorfe entfernt. Hier wo ehemals ein Edelgeschlecht hauste, da in Urkunden des 12. Bis 14. Jahrhunderts vorkommt, wurde vor 6 oder 8 Jahren (Anm. 1831-1833) in einer Kiesgrube (Anm. östlich am Häherberg) mehrere menschliche Gebeine und dabei liegende Waffenstücke gefunden.
Meißel aus Stein, Fund bei Mühlham im Jahr 1845
Fundbericht:
Im Winter 1845 wurde ich benachrichtigt, daß sich in einem Steinbruche des Sägmüllers zu Mühlham, ½ Stunden von Titmanning und in dem bereits erwähnten Thale von Lanzing herab gelegen, eine Waffe aus Stein von hohem alter vorgefunden habe, da sie sehr tief im Bruche herging und die Steingattung unbekannt sei.
Das Wappen von Kay
Das von der Gemeinde Kay am 10.02.1950 beantragte und durch das Bayerische Staatsministerium des Inneren lauf Urkunde vom 15. Juni 1950 verliehene Recht zur Führung eines Wappens mit folgender Beschreibung:
In Gold auf goldenem Dreiberg ein roter Zaun, aus dem ein schwarzer Löwe wächst, der in den Pranken einen roten Schild mit silbernem Balken hängt.
Byzantinisches Kreuz von Ledern – 1850
Nahe dem heutigen Gasthof in der Ledern wurde ein Kreuz gefunden. Der Bayerische Landgerichtsactuar Georg Wiesend in Tittmoning, beschreibt in seinem Bericht den Fund. Er wurde im Oberbayerischen Archiv für vaterländische Geschichte veröffentlicht.








