Mittelalter Salzburg

Pfarrer in Kay

Die Pfarrer in Kay betrieben neben Ihren kirchlichen Aufgaben noch eine Landwirtschaft. Die Landwirtschaft wurde erste Ende der 1950iger Jahren als letzte Ökonomiepfarrei aufgegeben und der alte Pfarrhof verkauft. Die Pfarrei Kay bestand gesichert schon vor 1300.

Der Panzerstecher bei Murschall

Ein Bauer aus Murschall (bei Lanzing) hat um 1830 ein Schwert gefunden. Die Beschreibung wurde von Grenzkontrolleur Christoph Sedelmaier im oberbayerischen Archiv für vaterländische Geschichte veröffentlicht.

Fundbericht von Sedelmaier (1830)
Murschall, Weiler im königl. Landgerichte Tittmanning, zur Pfarrei Kay und Filial Lanzing gehörend, eine Stunde von Tittmanning entfernt. Hier fand der Bauer Huber von Murschall vor mehreren Jahren auf seinem Grunde und Boden eine lange, spitze Stoßwaffe aus dem Ende des Mittelalters. Sie ist drei Fuß 11 Zoll lang; davon hat der Griff nur 4 1/2  Zoll , die Klinge aber 3 Schuh 6 1/2 Zoll Länge. Die den Griff von der Klinge trennende Spange ist auf einer Seite um wenigstens 1/2 Zoll länger, als auf der anderen. Der Griff ist mit Messingdraht umwunden und hat statt des Knauf ebenfalls eine Spange, wahrscheinlich um fester in der Hand zu liegen.

Menschliches Gerippe bei Lanzing

Im Jahre 1837 fand der Grenz-Oberkontrolleur Christoph Sedelmaier aus Tittmoning bei Lanzing ein menschliches Skelett. Der Fundbericht wurde im oberbayerischen Archiv für vaterländische Geschichte veröffentlicht.

Fundbericht:
Lanzing, Kirchdorf, eine Poststunde von Titmaning, auf der Vicinalstraße nach Trostberg gelegen. Hier wurde den 8. Juni 1837 auf dem Berge, über welchen sich die Straße nach Trostberg zieht, hart an dieser, in meinem Beiseyn unter einem alten, tierverwurzelten Tannenbaum ein menschliches Gerippe von ziemlicher Größe ausgegraben

Antiker Meißel bei Ramsdorf

Ramsdorf, weiter im kgl. Landgerichte Tittmanning, zur Pfarrei Kay gehörig, 1 Stunde von dem Städtchen Tittmaning  1/2 Stunde von dem Pfarrdorfe Kay entfernt. Hier fand vor 20 Jahren der Taglöhner Joseph Barber, Maurer und Taglöhner in Kay in einem Tuffsteinbruche 16 Fuß tief unter der Erde einen antiken Meißel von Bronze, welcher mit dunkekgrünem, glänzenden Roste bedeckt war. Der Finder, welcher das Metall dieses ihm unbekannten Instrumentes für Gold hielt, hat es auf einer Seite angefeilt.

Archäologische Funde in Hausmoning

In Hausmoning wurden um 1831 in einer Kiesgrube ein Schwert und ein Helm gefunden. Der "Gränz-Obercontroleur" Christoph Sedelmaier berichtete darüber. Der Beitrag ist im oberbayerischen Archiv für vaterländische Geschichte veröffentlicht.

Fundbericht:
Hausmanning (Anm. Hausmoning), Dorf mit 8 Häusern und 58 Seelen, 1 Stunde von Titmaning, zur Pfarrei Kay gehörig und 1/4 Stunde von diesem Pfarrdorfe entfernt. Hier wo ehemals ein Edelgeschlecht hauste, da in Urkunden des 12. Bis 14. Jahrhunderts vorkommt, wurde vor 6 oder 8 Jahren (Anm. 1831-1833) in einer Kiesgrube (Anm. östlich am Häherberg) mehrere menschliche Gebeine und dabei liegende Waffenstücke gefunden.

Meißel aus Stein, Fund bei Mühlham im Jahr 1845

Fundbericht:
Im Winter 1845 wurde ich benachrichtigt, daß sich in einem Steinbruche des Sägmüllers zu Mühlham, ½ Stunden von Titmanning und in dem bereits erwähnten Thale von Lanzing herab gelegen, eine Waffe aus Stein von hohem alter vorgefunden habe, da sie sehr tief im Bruche herging und die Steingattung unbekannt sei.