er jetzige Kirchenbau in Lanzing begann vermutlich schon ab Ende des 15. Jahrhunderts. Die Weihe der Kirche und dreier Altäre erfolgte dann im Jahr 1518 durch den Bischof von Chiemsee. Die Innenausstattung der Kirche hat sich vermutlich noch länger hingezögert.
Lanzing
Der Panzerstecher bei Murschall
Ein Bauer aus Murschall (bei Lanzing) hat um 1830 ein Schwert gefunden. Die Beschreibung wurde von Grenzkontrolleur Christoph Sedelmaier im oberbayerischen Archiv für vaterländische Geschichte veröffentlicht.
Fundbericht von Sedelmaier (1830)
Murschall, Weiler im königl. Landgerichte Tittmanning, zur Pfarrei Kay und Filial Lanzing gehörend, eine Stunde von Tittmanning entfernt. Hier fand der Bauer Huber von Murschall vor mehreren Jahren auf seinem Grunde und Boden eine lange, spitze Stoßwaffe aus dem Ende des Mittelalters. Sie ist drei Fuß 11 Zoll lang; davon hat der Griff nur 4 1/2 Zoll , die Klinge aber 3 Schuh 6 1/2 Zoll Länge. Die den Griff von der Klinge trennende Spange ist auf einer Seite um wenigstens 1/2 Zoll länger, als auf der anderen. Der Griff ist mit Messingdraht umwunden und hat statt des Knauf ebenfalls eine Spange, wahrscheinlich um fester in der Hand zu liegen.
Menschliches Gerippe bei Lanzing
Im Jahre 1837 fand der Grenz-Oberkontrolleur Christoph Sedelmaier aus Tittmoning bei Lanzing ein menschliches Skelett. Der Fundbericht wurde im oberbayerischen Archiv für vaterländische Geschichte veröffentlicht.
Fundbericht:
Lanzing, Kirchdorf, eine Poststunde von Titmaning, auf der Vicinalstraße nach Trostberg gelegen. Hier wurde den 8. Juni 1837 auf dem Berge, über welchen sich die Straße nach Trostberg zieht, hart an dieser, in meinem Beiseyn unter einem alten, tierverwurzelten Tannenbaum ein menschliches Gerippe von ziemlicher Größe ausgegraben
