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Huberbauer-Kapelle in Kay

9. Februar 202624. Februar 2026By Gerhard Huber
Huberbauer-Kapelle in Kay

Am westlichen Ortseingang der Ortschaft Kay, wenn man von Salling, den Schusterberg hinauf nach Kay fährt, steht eine kleine Wegkapelle (St.-Ulrich-Straße). Sie wurde vom Georg Huber in Kay errichtet. Von 1780 bis 1825 bewirtschaftete er den Huberhof in Kay (heute Weber). Sein Elternhaus war beim Bruckner in Salling.

Im Verzeichnis über die Flurdenkmäler der Pfarrei Kay aus dem Jahre 1938 wird als Entstehungszeitraum das Jahr 1815 genannt (1). Aufgrund des Gemäldemotive und das mit Putzbändern verzierte Gewölbe (Apsisgewölbe) wird das Baudenkmal in die spätbarocke Zeit, also vor 1800 datiert (4, Nr. D-1-89-152-184). Im Jahr 1920 wurden die Motive im Inneren von Kunstmaler Gero Müller renoviert, der auch mit der Restaurierung der Filialkirche in Hof beschäftigt war. Im Innenraum  befindet sich zentral eine große Bildtafel mit einer Mariendarstellung. Zwei weitere seitlich angebrachte bemalte Tafeln sind nicht mehr auffindbar, ihr Verschwinden ist leider nicht geklärt .

Die große Bildtafel besteht aus Holz und ist aus drei Teilen zusammengesetzt. Der Maler verwendete bei der Gestaltung der Augen von Maria und dem Jesuskind ein spezielle Maltechnik, die bei Künstlern als Silberblick bezeichnet wird.  Sie vermittelt beim Betrachten das Gefühl, dass die dargestellten Personen den Betrachter direkt anschauen und bei Bewegung sogar mit dem Blick folgen. Dieser Effekt wird dadurch erzeugt, dass die Stellung und die Position der Augen bzw. der Iris  nicht exakt symmetrisch dargestellt wird. Allerdings ist nicht geklärt, ob dieser malerische Effekt schon vor der Renovierung 1920 vorhanden war oder ob ihn der Kunstmaler Gero Müller nachträglich eingefügt hat.

Viele Spaziergänger und Einheimische nutzen die alte Kapelle um beim Vorbeigehen kurz inne zu halten.  Jedes Jahr im Frühjahr trifft sich auch die Krieger- und Soldaten Kameradschaft Kay zu einer Maiandacht.

Im Jahr Frühjahr 2024 hat Karin und Konrad Weber (Huberbauer in Kay) diese alte Kapelle aufwendig renoviert und das Mauerwerk und das Dach mit einem neuen Anstrich versehen.

Literatur

(1) Fritz Pinzinger. Schätze der Kulturlandschaft

(2) Franz Maier (2024). Schön ist sie wieder -vergelt´s Gott. in Pfarrbrief Weihnachten 2024

(3) Mündliche Erzählungen Marille Bleibinger

(4) Gotthard Kießling und Dorit Reimann (2008). Denkmäler in Bayern, Landkreis Traunstein I.22/2, S.778

Bildnachweise

  • Titelbild Gerhard Huber
  • Kapellendarstellung l. Wikipedia, m. u. r. Gerhard Huber
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