• Home
  • Aktuelles
  • Dorfgemeinschaft Kay eV.
  • Kontakte
24. Februar 2026
Heimat Kay Heimat Kay
  • Home
  • Themen
  • Vorgeschichte
  • Römer
  • Mittelalter-Salzburg
  • Königreich
  • 1900 bis 1945
  • Neuzeit

Die Furthmühl(e)

24. Februar 202624. Februar 2026By Gerhard Huber
Die Furthmühl(e)

Das kleine Anwesen zwischen Salling und Kay hat vermutlich eine sehr lange Geschichte. Nach dem Urbar der Zisterzienserabtei Raitenhaslach bestand eine Grundherrschaft über die Mühle bereits im Jahr 1334 (1). Die Besitzungen wurden vom klösterlichen Amt in Mayerhofen verwaltet. Von wem das Kloster den Besitz erhalten hat, ist nicht vermerkt.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts bewirtschaften drei Generationen der Familie Furtner die Mühle (2), wie dem Familienbuch im Kirchenarchiv zu entnehmen ist. Im Jahr 1690 kam die Mühle zum Hof in der Ledern und wurde als Zubau geführt. Nach dem Steuerbuch von 1779 und dem Steuerprovisorium von 1812/14 bestand die Furthmühle aus einem Anwesen und ist darin als Zubau zur „Tafern in Ledern“ vermerkt. Das Anwesen besaß eine „reale Mahl- und Sägegerechtsame“, also das Recht dieses Gewerbe auszuüben. Dieses Recht bestand wohl schon seit 1592.

Wie im Urkataster (Aufnahme um 1817) dargestellt, bestand der kleine Hof aus einem Wohnhaus, einem Stall sowie einer Sägemühle und einer Mahlmühle für Getreide. Beim Anwesen am Lanzinger Bach gab es keine Brücke, sondern nur eine Durchfahrt – eine Furt, woher sich wahrscheinlich der Name ableitet.

Durch Heirat im Jahr 1924 von Johann Stockhammer mit der Theres Glück, Tochter des Ledernwirtes gelangte das Anwesen an die Familie Stockhammer. Die Mühle und Säge wurden 1925 abgebrochen. Die kleine Landwirtschaft wurde aber noch bis 1959 weiterbetrieben. Hierfür hatte man eine Magd, die die 5 Kühe, 2 Kälber und Hühner versorgte. Familie Stockhammer, die gleichzeitig das Wirtshaus in Kay betrieb, zog dann 1962 in die Wirtschaft nach Kay – das Sachl ist seitdem vermietet. Das Fischrecht für den Lanzinger Bach (um 1930) bei der Furthmühle gehörte früher Franz Glück, der die Sägemühle (Hainzelmühle) in Mühlham betrieb, es ging später auf die Familie Gramsamer in Ollerding über. Das Wasserrecht obliegt der Stadt Tittmoning (früher Gemeinde Kay).

Quellen und Literatur
(1) Helga Reindel-Schedl (1989), Historischer Atlas von Bayern, Laufen and der Salzach – die alt-salzburgischen Pflegegerichte Laufen, Staufeneck, Teisendorf, Tittmoning und Waging, S. 185, 689, 694
(2) Fritz Pinzinger (2008). Heimatkalender 2009
(3) Klaus Mühlthaler (2019). Filmdokumentation – Der Lanzinger Bach

Titelbild und nachfolgende Bilder: Franz Stockhammer, Gerhard Huber, Screenshots (3), Heimatkalender (2)
Mehrer Bilder zeigen

Leave a Reply Cancel Reply

Your email address will not be published.

Aktuelle Beiträge

  • Die Furthmühl(e)
  • Römischer Grabstein in Friedhofsmauer
  • Der Brandlhof in Ramsdorf
  • Huberbauer-Kapelle in Kay
  • Das Schneiderhäusl in Kay
  • Warum heißt der Schusterberg in Kay Schusterberg
  • Das Marterl am Schusterberg
  • Die Kanzel in der Pfarrkirche St. Martin in Kay
  • Franzosen zur Zeit Napoleons in Kay 1800-1801
  • Meggenthal
Datenschutzerklärung / Heimat KAY © 2024-2026 / Alle Rechte vorbehalten