Gemeinden im heutigen Sinn wurden im Rupertiwinkel erst zu Beginn der 19. Jahrhunderts geschaffen. Gründe waren der Anschluss an Bayern im Jahr 1810 und endgültig durch die Verträge von München 1816. Die kartenmäßige Erfassung der Ortschaften erfolgte ebenfalls zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Das Pfarrdorf Kay, das der Gemeinde den Namen gab, ist nicht der älteste Ortsteil der ehemaligen Gemeinde. Andere Ortschaften wie z.B. Meggenthal wurden urkundlich schon wesentlich früher erwähnt. Die Grenzziehung der Gemeinde orientierten sich an die Pfarrei Kay, die schon vor 1300 entstanden sein dürftet und den Mittelpunkt der Dorfgemeinschaft bildete. Die heutige Gemarkung Kay umfass im wesentlichen den Stand der ehemaligen Gemeinde.
Im Zuge der Gemeindegebietsreform von 1978 wurde Kay durch einstimmigen Beschluss des Gemeinderates nach Tittmoning eingegliedert und bildet zusammen mit der Stadt Tittmoning und den ehemaligen Landgemeinden Asten, Kirchheim und Törring die neu geschaffene Stadtgemeinde mit ca. 6000 Einwohnern.
Die Vernetzung mit Tittmoning war auch vor der Eingliederung durch die Zugehörigkeit zum Pflegegericht und Landgericht Tittmoning, durch die zentralen Ämter, die Märkte und die Poststation in Tittmoning sowie der Zugehörigkeit der Pfarrei zum Dekanat Tittmoning eng verflochten.
Quelle Karte: Landesvermessungsamt