Der Name Schusterberg ist vermutlich mit der Geschichte des Hauses in der St.-Ulrich-Str. 4 eng verknüpft. Es liegt etwa 150 m außerhalb des Dorfes und ist über einen Feldweg parallel zur Straße (Hohlweg) nach Salling zu erreichen. Das Haus war früher als Schusterhäusl bekannt, weil der Bauherr, Matthäus Blüml dort seine Schusterwerkstatt hatte. Er wurde 1901 als Sohn des Gütlers Johann Blüml und seiner Frau Theres, geb. Konrad, Gütlerstochter aus Mühlham, Wohnort Ausang N. 22 ¼ geboren. Er heiratete 1926 Martha Spiegelsberger aus Unterschnitzing, starb aber schon 1935 oder 1936. Martha heiratet in zweiter Ehe Georg Tischler aus Kay, der ebenfalls von Beruf Schuster war und dort jahrelang wohnte.
Hausgeschichte
Das Grundstück für den Hausbau stammt vom Irlmoier in Hausmoning (Jellmeier, Besitzer Franz Schild). Es war vermutlich das gesamte Feld, das später teils wieder verkauft wurde. Das Baujahr ist unbekannt. Es muss definitiv vor 1934 gebaut worden sein (1), vermutlich 1930 oder auch früher. Es bekam die Hausnummer 15 ¼. Matthäus Blüml baute zuerst ein Haus (bei der Blüml Viki) neben dem Schechtl Parkplatz gegenüber dem Edeka-Laden – es wurde mittlerweile abgerissen-, er verkaufte es und baute anschließend das Haus in der St.-Ulrich-Str (1). Georg und Martha Tischler haben vermutlich die Stützmauer an der Grundstücksgrenze auf der Ostseite 1948 erbaut. Das lässt die Beschriftung einer Steintafel mit der Inschrift GMT 1948 erahnen. Gemäß der vorhandenen Unterlagen wurde das Haus 1967 an die Wasserversorgung angeschlossen.
Von deren Kindern erbte Rita das Haus, die mit ihrem Mann Waldemar Wix zwei Kinder hatte. Sie verkauften das Haus im Jahr 1972 an das Ehepaar Preuss aus Traunreut. 1978 wurde die Errichtung eines Nebengebäudes als Autounterstellraum, der Einbau größerer Fenster auf der Süd- und Westseite, einer Pergola und eine Verschalung auf der Süd- und Westseite beantragt. Das Anwesen wurde 1991 den jetzigen Besitzern angeboten und zum 01.02.1992 verkauft.
1998 haben die Grügers beschlossen, das alte Haus abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Im März 1999 wurde die Stromzuleitung, die frei über die Felder von einem Transformatorenhaus (Abriss Sommer 2024) am Ortsrand führte, durch eine neue Erdleitung ersetzt. Gleichzeitig wurde eine neue Telefonleitung ebenfalls in Eigenregie gelegt. Ende April erfolgte der Teilabriss des alten Hauses, ab Mai der Neubau, der Bezug des neuen Hauses war Anfang September. Im Folgejahr wurde der Rest des alten Gebäudes abgetragen und entsorgt. 2003 wurden die letzten Teile der Nebengebäude nebst Carport fertiggestellt.
Quellen
(1) Persönliche Mitteilung Marille Bleibinger, Kay, +2024.